13 Pura Luhur Ulu Watu


13.1 Lageplan

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13.2 Plan

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13.3 Beschreibung


13.3.1 Kurzbeschreibung

Ulu = Kopf; Watu = Felsen

Pura Luhur Ulu Watu ist einer der sechs Reichstempel von Bali und gehört somit zu den religiös bedeutendsten Heiligtümern der Insel. Er befindet sich an der Westspitze der im Süden Balis gelegenen Halbinsel Bukit Badung. Mit dieser einzigartigen geographischen Lage gilt die Tempelanlage als Bastion gegen die Dämonen des Meeres und der Finsternis (Westen = Sonnenuntergang) aus. Geweiht ist der Tempel Rudra, einer Erscheinungsform Shivas.

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Die Anlage befindet sich auf einem Felsen ca. 100 Meter über dem Meer. Der Legende nach stellt dieser Felsen ein zu Stein gewordenes Schiff dar. Eine Treppe führt zum äußeren Hof, in dem neben mehreren Pavillons und einige Schreinen auch der Kulkul-Turm steht. Durch ein Candi Bentar betritt man den mittleren Hof, der außer einem Bale leer erscheint. In den heiligsten Bereich, also den inneren Hof, gelangt man über ein gedecktes Tor. Hier befinden sich ein weiterer Pavillon, vier Schreine und ein dreistufiger Meru.
In einem Seitenhof befinden sich weitere Schreine zu Verehrung Vishnus, Brahmas und Dvijendras.

 

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13.3.2 Achsen

Markant erscheint die Ost-West-Achse, die sich von der Treppe über die einzelnen Höfe und deren Tore bis hin zum Meru an der Westspitze des Felsens erstreckt.


13.3.3 Symmetrie

Eine gewisse Symmetrie lässt sich erst ab dem mittleren Hof feststellen. Diese wird hier nur durch einen, wahrscheinlich später entstandenen, Pavillon gestört. Erst im inneren Hof finden wir eine exakte Symmetrie vor. Ein Pavillion und der Meru liegen auf der unter Punkt 3.3.2 beschriebenen Achse. Dazwischen stehen beiderseits dieser Achse zwei Schreine.


13.3.4 Auffälligkeiten

Besonders auffällig erscheinen die beiden Tore des Tempels. Das Candi Bentar, über das man in den mittleren Hof gelangt, weist insofern eine bemerkenswerte Form auf, dass die beiden Innenseiten anstatt der sonst üblichen glatten Oberfläche eine geschwungene Form aufweisen. Auch das aus Korallenstein errichtete Tor zum inneren Hof weist für Bali untypische Merkmale auf. Bemerkenswert sind nicht nur die einzigartigen Skulpturen, sondern auch die Bauweise des Gewölbes. Es handelt sich hier um ein Kraggewölbe, das mit Hilfe von zwei größeren Steinen als eine Art Überlager gebildet wird.


13.4 Quellen


13.4.1 Literatur

DAVISON Julian, Balinese Temples, Singapore 1999, ISBN 962-593-196-1, Seite 30 u. 31
DUSIK Roland, Bali – Java- Lombok, Köln 6 1991, , ISBN 3-7701-2378-6, Seite 128 u. 129
EISENSCHMID Rainer, Bali, Ostfildern bei Stuttgart 3 1996, ISBN 3-87504-121-6, Seite 95
GUTHRIE HAER Debbie, Bali – A traveller’s companion, Singapore 2 2001, 981-3018-49-6, Seite 278
HOMBOURG Elke, Bali, Berlin 2000, ISBN 3-8268-2354-0, Seite 161
LOOSE Stefan, Indonesien, Berlin 9 2002, ISBN 3-7701-6106-8, Seite 439
SPIZTING Günter, Bali, Köln 3 1989, ISBN 3-7701-1382-9, Seite 253


13.4.2 Bildnachweis

DI Mario DIGNÖSS © 2004: 13_karte; 13_plan; 13_abb_01; 13_abb_03; 13_abb_04
Ao.Univ.Prof. DI Dr.techn. Erich LEHNER © 2004: 13_abb_02

 

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