INSTITUT FÜR BAUKUNST, BAUAUFNAHMEN UND ARCHITEKTURTHEORIE  •  TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN
AUSSEREUROPÄISCHE BAUKUNST  •  SEMINAR SKELETTBAUTEN DER INDIANER NORDAMERIKAS  •  Ao.Univ.Prof. DI Dr. Erich Lehner

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W I N T E R H A U S   D E R   P A I U T E


Die halbnomadischen Paiute besiedelten die heißen, trockenen Regionen des Great Basin, wo sie einerseits kleine, primitive Hütten errichteten, andererseits aber auch größere, hohe und stabile Winterhäuser.
Das Skelett dieser Winterhäuser bestand aus Radialsparren, die ähnlich wie etwa bei den Kegelhütten der weiter westlich siedelnden Yokuts mit ringförmig herumgeführten Ruten ausgesteift wurden und oben in einem Scheitelring zusammenliefen, der die zentrale Entlüftungsöffnung bildete.
Durch die Bogenform der Sparren, die hier eher durch natürlichen Krummwuchs der verwendeten Jungstämme bedingt gewesen zu sein scheint als durch ein In-Spannung-Halten der Skelettstangen durch spezielle Bodenverankerungen und Bindungen, entstand ein gut nutzbarer, spitzkuppeliger Innenraum.
Als Deckung der Winterhäuser diente im Allgemeinen Stroh, das durch ein Sekundärskelett von außen angebrachten Ruten befestigt wurde.

Roman Slawiczek
Jürgen Hackl
 
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