INSTITUT FÜR BAUKUNST, BAUAUFNAHMEN UND ARCHITEKTURTHEORIE  •  TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN
AUSSEREUROPÄISCHE BAUKUNST  •  SEMINAR SKELETTBAUTEN DER INDIANER NORDAMERIKAS  •  Ao.Univ.Prof. DI Dr. Erich Lehner

START-
SEITE
STANGEN-
KONSTRUKTIONEN

TIPI

BOGEN-
KONSTRUKTIONEN
PFOSTEN-
KONSTRUKTIONEN
ERDHAUS
GRUBENHAUS
PFAHLBAU


Perspektive

Querschnitt

Längsschnitt

Draufsicht
Nootkan-Haus mit vortretender
skulptierter Firstpfette

N O O T K A N S

Die indigene Architektur der Nootkans, die im Westen von Vancouver Island siedelten, wies Gemeinsamkeiten mit jener anderer Stämme an der Nordwestküste auf, wie beispielsweise der Kwakiutl und der benachbarten Salish.
Die Nootkans errichteten Mehrfamilienhäuser auf rechteckigem Grundriss, in der an der Nordwestküste üblichen Bauweise mit einem überaus kräftig dimensionierten Skelett aus starken Baumstämmen und einer raumumhüllenden Schale aus Planken bzw. Brettern. Ebenso sind hier auch die Charakteristika des flach geneigten Satteldaches und der durch die kleine Eingangsöffnung artikulierten Frontseite vertreten. Der Innenraum war etwa einen halben Meter eingetieft.
In ihrer Bauweise weisen die Wohnhäuser einige Parallelen mit jenen der Kwakiutl auf, allerdings mit dem Unterschied, dass hier anstatt zweier Mittelpfetten eine einzige, sehr groß dimensionierte Firstpfette verwendet wurde. Aufgelagert wurde die Firstpfette auf zwei Rahmenkonstruktionen, die aus starken Stämmen gebildet waren. Diese Rahmen waren, im Gegensatz zu jenen des Primärskeletts im Wohnhaus der Kwakiutl, nicht parallel zur Hauptachse des Bauwerks angeordnet, sondern quer dazu.

Roman Slawiczek
Jürgen Hackl
 
Home
Startseite
UP